Aus meinem Nähkästchen oder: 12 unglaublich gute Gründe, eine Ausbildung zum/zur Yogalehrer:in zu machen
- Yvonne

- 19. Dez. 2025
- 6 Min. Lesezeit

Heute möchte ich ein Stück meiner eigenen Yoga-Geschichte mit Dir teilen. Yoga kam 2003 in mein Leben. Anfangs hatte es die Funktion, mich körperlich wieder auf die Beine zu bringen - meine Hebamme war unzufrieden mit der Rückbildung nach der Geburt unseres zweiten Kindes. Auf körperlicher Ebene half mir Yoga enorm: nicht nur in der Rückbildung, sondern auch in Sachen Ausdauer, Zugewinn an Kraft und Flexibilität, Fokussierung, Stressabbau, verbesserter Körperwahrnehmung und Präzision.
Von der Matte in den Alltag
Fast noch spannender war für mich aber die Erfahrung, dass jede Erkenntnis auf der Yogamatte auch einen Bezug zu meinem Alltag hatte. Wenn ich in der Schildkröte (Kurmasana) im Brustkorb beinahe Luftnot spürte und erkannte, dass der gesamte rückseitige Atemraum frei war und ich hier die Weite finden konnte, die ich vorne verzweifelt vermisste, dann lehrte es mich auch, mich im Alltag bei schier unüberwindlichen Hindernissen um 180 Grad zu drehen - und siehe da, dort fand sich die Lösung.
Verpasste Chancen
Ich glaube, es war 2007, als ich das erste Mal gefragt wurde, ob ich mich nicht auch für die Yogalehrer-Ausbildung interessiere, die meine damalige Schule anbot. Ich lehnte ab mit den Worten "ich will das nicht lehren - ich will es nur machen."
Rückblickend ist es total schade, dass ich erst 2012 eingestiegen bin - weil mir nicht transportiert wurde, wie tiefgreifend, wunderbar und verändernd die Ausbildung für mich selber sein würde. Inzwischen - etliche Jahre und diverse Aus- und Fortbildungen später - kann ich sagen: wenn Du Dich für Yoga interessierst und eine Ausbildung in Deiner Nähe machen kann: tu's! Es ist so gut investiertes Geld, auch dann, wenn es gar nicht Deine Absicht ist, jemals Gruppen anzuleiten.
Ich habe auch in andere (hochpreisige!) Coachings investiert, aber nichts kam an die Yogalehrer-Ausbildungen ran (inzwischen habe ich eine Vermutung, warum - die Vermutung findest Du unter dem Bonus-Punkt 13 in diesem Blog-Beitrags).
Lass mich Dir eine kleine Liste der wahrscheinlichen Benefits machen:
1. Du wirst Deinen Körper kennenlernen und viel besser verstehen
Du wirst Haltungs- und Bewegungsmuster erkennen, die es gab, aber die Dir vorher unbewusst waren. Du wirst lernen, diese Muster aufzulösen und Dir gesündere Bewegungsmuster anzueignen, die dazu führen werden, dass Du Dich in Deinem Alltag (!) stabiler, gesünder und schmerzfreier bewegst. Du wirst dadurch mehr Vertrauen in Deinen Körper entwickeln und dadurch achtsamer, sicherer und verletzungsfrei auf Deiner Matte praktizieren. Dadurch beugst Du Schmerzen und Verspannungen vor - nicht nur auf der Matte, sondern auch im Alltag.
2. Du lernst viel über Dein Nervensystem
- seine Funktionsweise, seine Regulation, wie Du Stress abbaust und noch besser: wie Du ihn gar nicht erst entstehen lässt.
Du lernst, wie Dein Nervensystem, Schlaf, Blutdruck, Verdauung und Regeneration beeinflusst und wie Du das durch Yogapraxis, Pranayama und Meditation lenken kannst. Dort, wo wir in den Klassen diese Bereiche immer nur streifen, haben wir in der Ausbildung Gelegenheit, viel tiefer einzutauchen und zu üben.
Du wirst dadurch widerstandsfähiger - körperlich, geistig und emotional.
3. Du lernst über Deinen energetischen Haushalt und Deinen Stoffwechsel.
Du lernst, wie Du mit Deiner Energie umgehst, was Du bei Erschöpfung tun kannst, wie Du als Frau Deinen Zyklus berücksichtigst und den Untiefen der Wechseljahre und der Zeit danach begegnen kannst.
Du lernst, Deine Yogapraxis in schwierigen Phasen so anzupassen, dass sie Dich nährt und unterstützt. Nicht jedes Yoga und nicht jeder Teil von Yoga sind in jeder Lebensphase gleich geeignet.
4. Du lernst emotionale Klarheit und innere Stabilität
Du lernst Dich und Deine Bedürfnisse zu spüren - genauso Sicherheit im Umgang mit den Emotionen, die Dir begegnen (Spoiler: Yoga, als Tool zur Selbsterziehung, bringt nicht nur Friede-Freude-Eierkuchen, sondern auch unsere Schatten an die Oberfläche, so dass wir sie umarmen und integrieren können. Möglicherweise ist das eines der größten Geschenke darin). Manche Muster lösen sich durch das Erkennen, mit anderen lebst Du noch eine ganze Weile, bevor der nächste Schlüsselmoment kommt - aber nun tust Du es bewusster. Mit mehr Verständnis für Dich (und ja, zugeben, manchmal auch mit Kopfschütteln. Erlaube Dir, menschlich zu bleiben! ♡ ). Diese Auseinandersetzung mit Dir, Dein Selbsterkennen wird Dein Vertrauen in Dich stärken - und Deine Intuition.
5. Du wirst Dich in Deiner Persönlichkeit entwickeln und wachsen
Oft führt die Ausbildung in ein neues Kapitel in Deinem Leben - selbst dann, wenn Du sie nur für Dich selber machst. Das was Du neu erlernst, das was Du vertiefst, das was Du Dir erschließt, wird Dir eine andere Sicherheit und Orientierung geben. Eine größere Klarheit, wo Du hinwillst, mit Dir und Deinem Leben. Du wirst Altes loslassen, Neues integrieren und Übergangsphasen mit viel größerer Gelassenheit und Stärke bewältigen. (Wenn ich auf mich selber zurückschaue, dann kann ich ganz klar erkennen, wo meine Persönlichkeitsentwicklung Sprünge gemacht hat).
6. Die Ausbildung gibt Dir Werkzeuge für ein bewusstes, stabiles und erfülltes Leben
Weil Du lernst, Deinen Atem als Schlüssel zu nutzen, Deine Meditation als Ressource, weil Du dadurch Achtsamkeit in Deinen Alltag bringst und Gelassenheit entwickelst - letztlich kannst Du Dich dadurch immer wieder neu zentrieren und ausrichten.
7. Du lernst, Körper, Geist und Energie zu verbinden
Du lernst, wie Energie in Deinem Körper fließt und wirkt - und auch, wie Du sie mit verschiedenen Methoden lenken kannst (ja, auch Haltungen ziehen und schieben Energie, das sagt Dir nur selten jemand. Wir sind hier beim wesentlichen Punkt von Yoga: Energielenkung zum Zwecke der energetischen Aktivierung - und das sagt Dir meistens auch keiner). Wissen wird mit Praxis gefüttert
- denn nur die echte Erfahrung bringt Dir einen Mehrwert. Und auch ohne die Absicht, jemals eine Yogaklasse anzuleiten, wird Dir diese Erfahrung helfen, Dich ganzheitlich und verbundener zu erleben.
8. Deine Asana-Praxis wird sich dramatisch verbessern
Weil Du verstehen lernst, wie Deine Gelenke funktionieren, begreifst Du auch, warum präzise Ausrichtung so wichtig ist Und Du wirst bei Dir selber mehr denn je darauf achten. Als Folge wirst Du stabiler stehen, mehr Leichtigkeit in den Haltungen erfahren, den Atem bewusst in der Haltung bewegen. Dieser Benefit bleibt und setzt sich fort, für den Rest Deines Yoga-Lebens.
9. Dein Blick auf Dich selbst und die Welt verändert sich
Das Studium der Yoga-Philosophie ist erstmal ein Blick in eine ganz andere Welt. Und dann ein ganz anderer Blick auf die Welt, in der wir leben. Du wirst Einsichten gewinnen in das Verständnis von Ego, Geist und Wahrnehmung, von inneren Gefängnissen, aber auch innerer Freiheit. Und obwohl die Schriften alt sind, haben sie an Aktualität nicht verloren. Die Auseinandersetzung mit Yoga-Philosophie wird Deinen Blick auch für Dich selbst und die Welt, in der Du lebst, schärfen.
10. Du erlebst Gemeinschaft mit Menschen, die auf dem gleichen Weg sind, wie Du
Unterschätze nie den Wert von Gemeinschaft! Es ist so schön, sich austauschen zu können, einander zu unterstützen, inspirieren und zu motivieren! Wir schwitzen, überlegen, hinterfragen, begreifen zusammen - kurz: hier ist Raum für echte Begegnung.
11. Du erlernst die Fähigkeit, Dich selbst zu halten und zu begleiten.
Nicht in einem therapeutischen Sinne - oder vielleicht schon: denn Du bist Expert:in für Dich selbst - Du kennst Deine Schwächen, Du weisst, wo Du immer wieder hängenbleibst. Die Ausbildung ermutigt Dich, in die Eigenverantwortung zu gehen, weil Du lernst, wie Du Dich selber regulierst und dadurch gut für Dich sorgst. Die regelmäßige Praxis von Achtsamkeit im Yoga wird die Achtsamkeit auch in Deinen Alltag bringen, und damit beginnst Du etwas zu verkörpern, von dem viele nur reden. Und damit wirst Du handlungsfähiger in Deinem Leben.
12. Zugang zu Deiner inneren Stimme
Traust Du Deiner Intuition zu 100%, auch wenn alle um Dich herum anderer Meinung sind (oder Dein innerer Zirkel - die Menschen, die Dir wichtig sind)? Meditation, Philosophie, somatische Arbeit, Austausch in der Gemeinschaft, Reflexion - das alles wird Dir helfen, Deine innere Stimme zu fühlen und Impulsen zu folgen, Entscheidungen mit Klarheit zu treffen. Und das wird Deinen Intuitions-Muskel trainieren und Dein authentisches Selbstgefühl stärken.
13. Embodiment (mein Versprechen von weiter oben)
Genau diese Mischung aus Körperpraxis, Denkarbeit und neuen, anderen Perspektiven ist Magie pur. All Dein Wissen nutzt Dir nur, wenn Du es auch verkörpern kannst, wenn es ankommt in Deinen Zellen, wenn es Teil Deiner Identität wird. Erst dann lebst Du Dein Wissen, atmest Dein Wissen. Und hier lassen Coachings Dich häufig hängen. Sie lehren Dich den Talk, aber nicht den Walk.
Und wenn Du den Ruf in Dir spürst: unsere Yogalehrer:innen Ausbildung startet im Oktober 2026. Lass' uns gemeinsam losgehen.
Mehr Infos zu unserer Ausbildung







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